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»Es ist normal,
verschieden zu sein«
(Richard von Weizäcker)

 

Trommeln und Theater

TAG DER GLEICHSTELLUNG / Am 5. Mai Gottesdienst und Umzug

Mit einer besonderen Aktion wird am morgigen Donnerstag der Tag der Gleichstellung begangen. Unter dem Motto "Teilhabe - grenzenlos" steht der Gottesdienst in der Stadtkirche und der anschließende Umzug durch die Innenstadt.


Mit Plakaten wie diesem, gehalten von Vertretern von Kirche, Samariterstift, Lebenshilfe und Körperbehindertenverein, ziehen morgen Menschen mit und ohne Handicap durch die Innenstadt.

Der Tag der Gleichstellung, auch Behindertentag genannt, findet in diesem Jahr an Christi Himmelfahrt statt. Aus diesem Grund haben sich die evangelische Kirchengemeinde Aalen, das Samariterstift Neresheim, die Lebenshilfe und der Körperbehindertenverein Ostwürttemberg zusammengeschlossen und veranstalten den 5. Mai unter dem Titel: Teilhabe - grenzenlos".

"Wir wollen ein Fest in der Innenstadt feiern, und das beginnt mit dem Gottesdienst", meinte Pfarrer Bernhard Richter. Anschließend finde ein gemeinsamer Umzug mit Plakaten durch die City statt. Dieser ende vor der Stadtkirche mit Bewirtung.

"Der Gleichstellungstag hat in Aalen Tradition", sagte Ulrike Ostertag vom Samariterstift Neresheim. Sie zeigte sich froh, dass die Theater- und Orffgruppe des Samariterstifts ebenso wie die Trommelgruppe der Lebenshilfe den Gottesdienst ab 10 Uhr mitgestalten könnten. Inhaltlich wird die grenzenlose Teilhabe zentrales Thema sein: mit einer musikalischen Weltreise, einem Theaterstück über Barrieren und einem Tanz nach Peter Maffays Lied "Freunde".

"Ziel ist es, behinderte Menschen und Gottesdienstbesucher einander näher zu bringen", erklärte Volker Enser, Geschäftsführer der Lebenshilfe. Doch auch die Bevölkerung sei einbezogen - mit dem Umzug durch die Straßen. Da werde mit Trommeln und schrägen Tönen der Wasseralfinger Schludda Gugga aufmerksam auf den Aktionstag gemacht, den die Aktion Mensch initiiert habe.

Helmut Dufek vom Körperbehindertenverein Ostwürttemberg und Mathias Meyer vom Samariterstift Neresheim betonten, wie wichtig die Toleranz, die Selbstbestimmung und eine verwirklichte Teilhabe seien.

(Ulrike Schneider, SchwäPo)