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»Es ist normal,
verschieden zu sein«
(Richard von Weizäcker)

 

Behinderte und Nichtbehinderte planen Menschenkette

TAG DER GLEICHSTELLUNG am 5. Mai

„Inklusion ist ein langer Weg, den wir aber gemeinsam mit allen Menschen, ob mit oder ohne Behinderung gehen wollen“, betont Volker Enser von der Lebenshilfe. Gemeinsam mit Gisela Graf-Fischer (Samariterstift) und Helmut Dufek (Körperbehindertenverein) organisiert er am morgigen Mittwoch in Aalen eine Menschenkette.

Das Trio ist sich sicher, dass die Aktion ein voller Erfolg wird, wie in den Jahren zuvor vergleichbare. Der Anlass ist der alljährliche bundesweite Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, der heuer im Ostalbkreis in Schwäbisch Gmünd, Ellwangen und Aalen begangen wird. Unter dem Motto „Inklusion – Dabei sein. Von Anfang an“ wird allerdings lediglich in Aalen ab 11 Uhr versucht, eine Menschenkette vom Rathaus über den Südlichen Stadtgraben bis hin zur evangelischen Stadtkirche zu bilden. Neben den organisierenden Verbänden haben bereits die Behindertenwerkstätten und Schüler der Galgenberg-Realschule ihre Teilnahme zugesichert.

„Wir müssen uns drängender denn je fragen, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen“, begründet Helmut Dufek die Aktion. Mit Inklusion sei ein selbstverständliches und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen von Kindesbeinen an gemeint. Eine Forderung, die für die Aktion Mensch und die beteiligten Verbände der Behindertenhilfe und -selbsthilfe steht und die zur zentralen Forderung des Aktionstages erhoben wurde. „Unser Ziel ist, in allen Lebensbereichen, bei Arbeit, Bildung, und Wohnen Inklusion konsequent umzusetzen“, betont Gisela Graf-Fischer. Dabei soll das Motto zugleich darauf verweisen, dass die Integration behinderter Menschen hin zu einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilnahme weiterentwickelt werden muss. Nur so könne Benachteiligung abgebaut und Barrierefreiheit nicht nur in der Mobilität gesichert werden. Wahlfreiheit des Wohnortes, gleiche Bildungschancen, Recht auf Arbeit und uneingeschränkte Bürgerrechte nennen die Organisatoren als weitere Forderungen.

(kul - Aalener Nachrichten)