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»Es ist normal,
verschieden zu sein«
(Richard von Weizäcker)

Gleichstellungstag 2016

Mit Möhren und Äpfel für Inklusion

Kundgebung und Aktion für die Gleichstellung von Menschen mit Handicap am Mittwoch auf dem Wochenmarkt

„Inklusion voll knackig.“ So ist der Aktionstag am Mittwoch, 4. Mai, auf dem Wochenmarkt überschrieben. Dort wird von 8.30 bis 12 Uhr für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung geworben. Mit einer Kundgebung, mit Möhren und mit Äpfeln.

Aalen. Der Aktionstag trägt einen etwas sperrigen Titel: „europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“. Dieser Tag wird seit 1992 alljährlich am 5. Mai begangen. „Wir haben ihn in diesem Jahr vorverlegt, wegen des Vatertags“, sagt Gisela Graf-Fischer von der Samariterstiftung Behindertenhilfe Ostalb. Die hat sich mit der Lebenshilfe Aalen und dem Körperbehindertenverein Ostwürttemberg zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen, um für die Gleichstellung zu werben. Um Menschen mit und ohne Behinderung die Begegnung zu ermöglichen und Gelegenheit zu schaffen, ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung findet in diesem Jahr nun an diesem Mittwoch auf dem Aalener Wochenmarkt statt. Zwischen 8.30 und 12 Uhr werden dort von Menschen mit Handicap Karotten und Äpfel an die Wochenmarktbesucher verteilen. Für 11 Uhr ist eine Kundgebung in der Reichsstädter Straße geplant. Auf dem Platz vor Spielzeug Wanner wird Michael Schubert, Regionalleiter der Behindertenhilfe Ostalb des Samariterstifts, ebenso sprechen, wie Christian Kolb, Integrationsbeauftragter der Stadt Aalen, und ein Vertreter des Bewohnerbeirats des Samariterstifts.

„In den vergangenen Jahren haben wir einen Flashmob oder eine Menschenkette organisiert“, erzählt Helmut Dufek, Vorsitzender der Lebenshilfe Aalen. Jetzt soll unter dem Motto „Inklusion voll knackig“ die Teilhabe der Menschen mit Behinderung weiter vorangebracht werden. „Es geht darum zu zeigen, dass Vielfalt auch bereichernd wirkt“, sagt Schäufele. Die gesamte Gesellschaft profitiere von behinderten Menschen. Diese sollten als Bereicherung gesehen werden. Der Aktionstag solle dafür ein Bewusstsein schaffen und gleichzeitig das Selbstbewusstsein von Menschen mit Behinderung stärken. „Ich wünsche mir, dass die Menschen am Mittwoch auf dem Wochenmarkt die Chance der Begegnung nutzen“, sagt Helmut Dufek.

Ulrike Schneider, Schwäbische Post