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»Es ist normal,
verschieden zu sein«
(Richard von Weizäcker)

Gleichstellungstag 2017

Protesttag für Menschen mit Behinderung

Arbeitskreis plant Lindwurm von Menschen mit und ohne Behinderung am Freitag, 5. Mai 2017, ab 10 Uhr in Aalen.

Aalen. Alle Menschen sollen selbstbestimmt und gleichberechtigt in unserer Gesellschaft leben können – mit der Unterstützung, die sie individuell brauchen: Das ist ein Ziel des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am Freitag, 5. Mai. Der „Arbeitskreis von Institutionen der Behindertenhilfe im Ostalbkreis“ plant an dem Tag eine große Aktion in Aalen.

Treffpunkt ist am 5. Mai um 10 Uhr gegenüber des Ärztezentrums an der Ecke Nördlicher Stadtgraben/Mittelbachstraße. Von dort soll sich ein Lindwurm von Menschen mit und ohne Behinderung durch die Fußgängerzone Richtung Sparkassenplatz und weiter zum Rathaus schlängeln. Wer mitläuft, wird mit Trillerpfeifen, Luftballons, Ansteckern und Infos ausgestattet.

Vor dem Rathaus sind um 10.30 Uhr Redebeiträge geplant: von Karl-Heinz Ehrmann (Aalens Sozialbürgermeister), Josef Rettenmaier (Sozialdezernent des Ostalbkreises), Thomas Feistauer (Geschäftsführer der Lebenshilfe Aalen) sowie Herbert Setzer (Bewohnerbeirat der Samariterstiftung, Behindertenhilfe Ostalb). Zwischendurch werden die inklusiven Ensembles der städtischen Musikschulen Aalen und Bopfingen auftreten.

„Inklusion bedeutet zum Beispiel, dass Menschen mit und ohne Behinderung zusammen musizieren“, sagt Gisela Graf-Fischer, Bereichsleitung Wohnen der Samariterstiftung, Behindertenhilfe Ostalb. Sie gehört zum Vorbereitungsteam des Aktionstags – wie auch Thomas Feistauer, Helmut Dufek (Körperbehindertenverein Ostwürttemberg) und Bernd Schäufele (Leiter soziale Dienste, Ostalb-Werkstätten der Samariterstiftung Behindertenhilfe Ostalb).

Bundesteilhabegesetz im Blick

„Wir werden insbesondere auf das neue Bundesteilhabegesetz aufmerksam machen“, kündigt Graf-Fischer an. Das Gesetz habe viele positive Komponenten. Beispielsweise sei der Vermögensfreibetrag eines Menschen mit Behinderung, der nicht auf Sozialhilfeleistungen angerechnet werden darf, von 2600 auf mindestens 5000 Euro erhöht worden. Schäufele betont: Bei der Ermittlung des Unterstützungsbedarfs, den ein Mensch benötigt, dürfe es aber nicht nur ums Geld gehen. „Wir benötigen eine echte Teilhabe an der Gesellschaft gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention“, erklärt Dufek.

Cordula Weinke, Schwäbische Post