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»Es ist normal,
verschieden zu sein«
(Richard von Weizäcker)

 

Hürden in der Gesellschaft aufzeigen
Adventsfeier des Körperbehindertenvereins Ostwürttemberg in Westhausen – Ehrungen langjähriger Mitglieder

Die Kleinen vom „Rosengarten“, dem Schulkindergarten für Körperbehinderte, strahlen in glänzenden Kostümen auf der Bühne. Die Balletteusen der Musikschule Aalen begeisterten mit ihrem Auftritt. Behinderte und nicht behinderte Menschen verbreiten Lebensfreude, bei der Adventsfeier des KBVO.


Auch der Nikolaus kam zu Besuch – was zu freudestrahlenden Gesichtern bei den Kindern führte. (Foto: ls)

Dass sich kein Vertreter der Politik zur Veranstaltung in der Turnhalle Westhausen eingefunden hat, tut der Stimmung keinen Abbruch. „Es ist halt nicht Wahlkampf“, sagt dazu die Vorsitzende des Körperbehindertenvereins Ostwürttemberg (KBVO) Ulrike Hieber. Die lockere Kommunikation und das vielfältige Programm, das der Verein vorbereitet hat, entschädigen. Die Intensivkooperationsgruppe vom Kindergarten „Rosengarten“ aus Wasseralfingen setzt in glänzenden Kostümen das von Ulrike Hieber vorgelesene Märchen vom „Sterntaler“ liebevoll in Bewegung um. Der Nikolaus lässt nicht lange auf sich warten und verteilt Geschenke.

Klaus Köder von der AOK-Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen beleuchtet in seinem Grußwort jene Beeinträchtigungen und Hindernisse, die Menschen mit Behinderung im Alltag immer noch haben. „Selbsthilfegruppen geben Rückendeckung“, sagte er und nennt den Körperbehindertenverein „eine bedeutende Angehörigenorganisation“. Hürden im Alltag in den Fokus zu bringen und sich bei der öffentlichen Hand Gehör zu verschaffen sei oberste Maxime. Köder lobte dafür den Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Aalen. Dem neu gewählten Ellwanger Bürgermeister Volker Grab legte er ans Herz, sich dafür auch an seinem neuen Wirkungsort stark zu machen.

Die Balletteusen der Aalener Musikschule sind schon seit Jahren bei der Adventsfeier dabei. „Ein schönes Zeichen der Gemeinschaft“, sagte der stellvertretende KBVO-Vorsitzende Oswald Tretter. Und dann wirbeln die Schützlinge von Raina Hebel auf der Bühne, von Flamenco bis zur Petersburger Schlittenfahrt reicht ihr Repertoire.

Den Kaffee rahmen Felix und Marlene Kogel aus Westerhofen musikalisch ein. Dann werden langjährige Mitglieder geehrt. Für 30 Jahre Alfons Lang, für 20 Jahre Oswald Gritsch, Kurt Schlebusch und Albrecht Straub sowie für zehn Jahre Angelika Israel, Ingrid Gottstein, Melitta Schmidt und Michael Schröder, stellvertretend für das Sanitätshaus Leicht.

(Text und Fotos: Lothar Schell, SchwäPo)