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»Es ist normal,
verschieden zu sein«
(Richard von Weizäcker)

Aktion Mensch bringt Stuttgart zum Tanzen – und uns

Stuttgart, 05.09.2012 – Langeweile kurz vor dem Ende der Sommerferien? Nicht in Stuttgart! Die bundesweite Städtetour der Soziallotterie AKTION MENSCH war auch in der Stuttgarter Innenstadt zu Gast. Das Motto der Tour: „Wir wollen Inklusion erlebbar machen.“


v.l.: Gerd Weimer (s.u.), Landesverbandsgeschäftsführerin Jutta Pagel-Steidl, Moderatorin d. Aktion Mensch, Sebastian Fuchs (Körperbehinderten-Verein Stuttgart) und Stefan Sandner (AKTION MENSCH).

Die Sonne strahlte mit den Gästen um die Wette. Bei einer kurzweiligen informativen Talkrunde ging es gleich zur Sache in Bezug auf Inklusion im Ländle. Gerd Weimer, Beauftragter der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung berichtete über die ersten Schritte zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung. „Im schulischen Bereich sind wir Schlusslicht“, räumte er freimütig ein und ergänzte „da haben wir noch viel Luft nach oben“. In Regionalkonferenzen sowie im Internet will er Empfehlungen für mehr Inklusion diskutieren. Sein erklärtes Ziel: „Die Richtung stimmt: Inklusion von Anfang an.“ Sebastian Fuchs vom Körperbehinderten-Verein Stuttgart als auch mit Landesverbandsgeschäftsführerin Jutta Pagel-Steidl stimmen uneingeschränkt zu.


Jutta Pagel-Steidl und Helga Vazquez

Sebastian Fuchs ist optimistisch und sieht nicht nur Stuttgart sondern auch das ganze Land auf einem guten Weg in Sachen Inklusion. Auf die Frage, was für ihn persönlich am wichtigsten sei, antwortete er: „Wir müssen mehr die Stärken der einzelnen Menschen sehen und nicht deren Defizite, deren Behinderung.“ Mit Blick auf die Barrierefreiheit in Stuttgart und anderswo sei schon manches in Bewegung gekommen. Auch hier gilt: „die Richtung stimmt.“

„Jede Barriere ist eine zu viel!“ – Das Motto des diesjährigen Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung griff Jutta Pagel-Steidl auf. „Von Barrierefreiheit profitieren alle: Menschen mit Behinderung, Eltern mit Kinderwagen, ältere Menschen mit Rollator.“ Bereits zum 4. Mal organisiert der Landesverband heuer den Wettbewerb „Gesucht: barrierefreie Gemeinde in Baden-Württemberg 2012“. Ausgezeichnet werden Gemeinden, die sich mehr als andere bereits auf den Weg gemacht haben, um in allen Bereichen – von der Verwaltung, über Bildung, Handel, Gastronomie bis hin zu Kultur, Freizeit und Sport – sich möglichst barrierefrei präsentiert. „Es gibt keine perfekte Gemeinde. Lob spornt zu weiterem Engagement an, Kritik bremst.“ Die Lacher auf ihrer Seite hatte sie mit ihrer Bemerkung „in Sachen Inklusion haben wir erst ein Muggaseckele voll erreicht, aber der Anfang ist gemacht.“ Im Schwäbischen Dialekt – für manche Reigschmeckte auch eine Barriere – könne man eben die Fortschritte besser und genauer beziffern. (Für alle Nicht-Schwaben: „Muggaseckele“ ist die kleinste bekannte Maßeinheit.)

Und wie fühlt sich nun Inklusion im Alltag an? AKTION MENSCH lud alle Passanten ein, zum Lied „Wunder“ von Andreas Bourani abzutanzen. Das Musikvideo dazu ist in Kürze im Internet bei Aktion Mensch sowie auf facebook zu sehen. Die Städtetour der AKTION MENSCH war für einige Mitglieder des Körperbehindertenvereins Ostwürttemberg Anlass, die Landeshauptstadt zu besuchen. Dieter Hebel, erst seit kurzem Vereinsvorsitzender, nutzte die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch – und zum Mittanzen. AKTION MENSCH bewegt – nicht nur mit einem inklusiven Musikvideo.

Landesverbandsgeschäftsführerin Jutta Pagel-Steidl

Beitrag von SWR4 zur Städtetour in Stuttgart


v.l.: Helga Vazquez, KBVO-Vorsitzender Dieter Hebel, Jutta Pagel-Steidl


KBVO-Vorsitzender Dieter Hebel mit Webmaster Andy Neuhäuser

Weitere Bilder vom Aktionstag finden Sie hier.